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 Kate Walsh macht jetzt Karriere eines Klassenkaspers

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BeitragThema: Kate Walsh macht jetzt Karriere eines Klassenkaspers   Mo Jan 28, 2008 2:29 pm

Was für ein Jahr liegt da hinter Kate Walsh! Während sie mit ihrem Serien-Einstand als Addison gleich das Happy End der ersten "Grey's Anatomy"-Staffel verdarb, feierte der rothaarige Star 2007 selbst vorläufig gleich mehrere: Frisch verheiratet mit dem Fox-Co-Präsident und Produzenten Alex Young, verließ die 40-Jährige die Krankenhausserie und machte sich mit dem Spin-Off "Private Practice" selbstständig (ab Mi., 13.02., 22.15 Uhr, ProSieben). Doch der Erfolg kam nicht von ungefähr. Kate Walsh hatte bereits eine lange Karriere vom vermutlich attraktivsten Klassenkasper der Welt bis hin zur einzigen Frau einer Impro-Comedy-Truppe hinter sich.

teleschau: Kate Walsh, jetzt, da Sie nicht mehr in "Grey's Anatomy" mitspielen, können Sie's ja verraten: Wer küsste am Besten - McDreamy, McSexy oder Assistenzarzt Alex?

Kate Walsh: Alle wollen das immer von mir wissen! Mein Mann ist der beste Küsser!

teleschau: Das vergangene Jahr hielt eine Menge Überraschungen für Sie parat ...

Kate Walsh: Ja, es ist verrückt, nicht wahr? Immer, wenn ich an einem Punkt angelangt war, an dem ich mir dachte, "Nun mal langsam ...", ereignete sich wieder etwas. Im Oktober war dann auch noch mein 40. Geburtstag! Ich habe mir zwischendurch gewünscht, ich könnte die Zeit ein wenig anhalten - und es würde nicht alles auf einmal passieren. Es gab so viele große, existenzielle Ereignisse: Ich habe eine eigene Fernsehsendung, ich habe geheiratet, wir sind umgezogen ... Gegenüber all dem war die Tatsache, dass ich 40 wurde, gar nichts.

teleschau: Hatten Sie denn Bedenken deswegen?

Kate Walsh: Ich denke einfach, die Gesellschaft sieht das als besonderes Alter. Ich persönlich hatte keine Angst davor. Ehrlich, mein Leben wird immer besser: Ich war noch nie so gut in Form, ich fühle mich gut, ich bin glücklich. Aber selbst, wenn ich nicht deprimiert deswegen war - man kann nicht anders als in Gedanken eine Check-Liste zu machen: Was habe ich erreicht? Wo stehe ich? Was möchte ich anders machen? Man schätzt sein Leben ein. Ich bin mir meiner Sterblichkeit sehr bewusst - das war ich immer schon. Das Leben ist kurz, und wir wissen nicht, was danach kommt. Deshalb möchte ich das Beste daraus machen. Ich hoffe, ich habe erst ein Drittel hinter mir. Aber vielleicht ist es auch die Hälfte. Es stimmt einen zwangsläufig nachdenklich.

teleschau: Was glauben Sie, warum ist die Figur Addison Montgomery, die Sie in beiden Serien spielen, so beliebt?

Kate Walsh: Anfangs kam sie an - von oben bis unten in schwarz, irgendwie Furcht einflößend - und machte sich unbeliebt, weil die Lovestory zwischen Meredith und Derek damit zunächst beendet war. Aber als das Publikum sie näher kennenlernte, konnten sich die Leute wohl mit ihr identifizieren: mit einer Frau, die all ihre Energie in die Arbeit steckt, die wirklich gut in ihrem Job ist. Ich glaube, den Leuten gefiel auch, wie sie für ihre Ehe kämpfte - sie hatten Mitleid mit ihr als Underdog. Die anfangs Verhasste zeigte sich als verletzliche Person. Jeder ist schon einmal verlassen worden.

teleschau: Könnte der Erfolg nicht ebenso etwas damit zu tun haben, dass Sie in dieser Rolle auch viel komisches Talent zeigen?

Kate Walsh: Ich denke, Shonda Rhimes (die Autorin, d. Red.) hat gemerkt, dass ich wirklich lustig sein kann und auch von der Comedy komme - und hat für mich mehr in die Richtung geschrieben. Anfangs waren es nur die Dialoge, später kam auch die Körpersprache mehr zum Einsatz.

teleschau: Wann haben Sie gemerkt, dass Sie die Leute zum Lachen bringen können?

Kate Walsh: Schon als ich noch sehr klein war. Ich hatte schnell raus, dass ich das Zeug zum Klassenclown hatte. Ich war immer gut in der Schule, aber für Benehmen bekam ich stets ein "U" - das bedeutet unbefriedigend. Wenn ein Kind merkt, dass es die Leute unterhalten kann, ist es nicht zu stoppen.

teleschau: Später machten Sie Impro-Comedy ...

Kate Walsh: In New York spielte ich in einer Impro-Comedy-Truppe namens "Burn Manhattan". Fünf Kerle und ich. Wir improvisierten aus dem Nichts heraus. Es war wie guter Jazz - alles war in Bewegung und griff ineinander. Und es war natürlich ein großartiges Training, mit den Jungs zu arbeiten. Denn meistens haben die Frauen in Comedys den strengen Part und die Männer den eigentlich lustigen. In New York spielte ich auch in meiner ersten Sitcom: "Ein Witzbold namens Carey". Aus irgendeinem Grund scheint es in Hollywood schwierig zu sein, lustige Frauen zu finden. Ich denke, es gibt viele, aber das ist nicht die gängige Meinung. Shonda Rhimes schreibt beides in einer Serie: Im einen Moment weint man, ich nächsten lacht man. Das finde ich am besten.

teleschau: Wird "Private Practice" humorvoller als "Grey's Anatomy"?

Kate Walsh: Die Serie ist etwas leichter. Aber die Geschichten haben natürlich auch viel Substanz. In "Grey's Anatomy" stehen die medizinischen Fälle sehr im Vordergrund. "Private Practice" dreht sich noch mehr um Beziehungen und Freundschaften.

teleschau: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Addison und Kate?

Kate Walsh: Sie meinen, außer der Liebe zu Schuhen? (lacht) - Ich kann mich auf jeden Fall mit ihrem Ehrgeiz identifizieren: die Beste in ihrem Metier sein zu wollen. Perfektionismus. Und sie ist sehr mutig, ich glaube, das bin ich auch. Ich habe oft in meinem Leben einfach den nächsten Schritt getan - auch, wenn ich nicht sehen konnte, wohin er führen würde. Ich versuche es einfach.

teleschau: Erinnern Sie sich an ein besonderes Beispiel?

Kate Walsh: Als ich 20 Jahre alt war und in Arizona aufs College ging, wollte ich unbedingt reisen, aber ich hatte kein Geld. Da entdeckte ich eine Anzeige in der College-Zeitung: Die suchten Leute, die englische Konversation in Japan unterrichteten. Dann war ein alter Schulfreund von mir gerade dort und sagte: Mach Dir keine Sorgen, komm einfach rüber, ich regle das. Ich verkaufte also mein Auto, machte mit meinem Freund Schluss und ging nach Tokio. Außer Mexiko und Kanada war ich noch nie außerhalb des Landes gewesen. Erst als das Flugzeug kurz davor war, in Japan zu landen, kam mir in den Sinn: Oh mein Gott, ich hoffe, mein Schulfreund ist überhaupt da unten, um mich abzuholen! Es war überwältigend, aber ziemlich verrückt. Ich blieb einen Sommer lang. Man muss Risiken wagen. Kalkulierte Risiken, aber Risiken.

teleschau: Was machen Sie, wenn Sie nicht gerade drehen oder auf Promo-Tour sind?

Kate Walsh: Wenn möglich verbringe ich die Zeit mit meinem Mann. Außerdem haben wir einen Hund und zwei Katzen aus dem Tierheim. Wir sind gerade in ein Haus gezogen, da gibt es noch viel zu tun. Und vor kurzem habe ich die Kletterhalle für mich entdeckt! Vor ein paar Jahren hatte ich mal Trainingsstunden. Jetzt lockte mich eine Freundin wieder hin. Plötzlich bewegte ich mich an dieser Wand wie eine kleine Spinne: Es erschien mir ganz einfach. Es zwingt einen, sich stark zu konzentrieren und voll da zu sein. Ansonsten hängen wir auch gerne herum, lesen. Und wir lieben den Strand.

teleschau: Im Moment sind Sie leider ohnehin im Zwangsurlaub ...

Kate Walsh: Ich hoffe, dass der Autorenstreik bald aufgehoben wird. Es ist wirklich deprimierend. Unsere Serie läuft in den USA so gut, und nun steht alles still: Die Autoren, die Schauspieler, die Bühnenbildner - alle. Es breitet sich über die ganze Stadt Los Angeles aus - bis hin zum Kellner im Restaurant. Es ist eine schwere Zeit. Es sind berechtigte Streitpunkte, für die die Streikenden eintreten. Aber es ist eine komplizierte Angelegenheit.

Quelle: In-online.de

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